Nach Mbeya... Tansania geht dem Ende zu

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Reisetag 56

Kilometer 10.907

Der Tag begann mit der üblichen Routine. Frühstück mit Fried Egg (...wir alle werden nach der Reise erstmal keine Eier mehr sehen können...) und dann Tanken. 
Es geht auf das letzte Stück der T 9 nach Süden, bis Tunduma. 
Unser Nachtrezeptionist hatte geschworen, dass bis Mbeya jetzt alles asphaltiert ist. Aber auf der Straße trauen wir nichts und niemandem mehr.
Und siehe da, er hatte doch recht: eine perfekte Straße und kein Verkehr. Wir machen sogar Parallel-Slalom-Fahr-Videos. Die müssen wir aber noch üben. 
Ohne Probleme erreichen wir Tunduma. Die Mittelgroße Stadt ist eine Grenzstadt nach Sambia. Da wollen wir aber noch nicht hin. Für uns steht erstmal Malawi, weiter im Osten, auf dem Programm. Heute wird die letzte Nacht in Tansania sein!

56 - Tanken in der kühlen Morgensonne #motorcycletours #motorbiketrip #transalp

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Wir tanken an einer Tankstelle mit einem richtigen Shop (!) und trinken eine Cola in der wärmenden Sonne. Wärmend? Ja, zum Glück! Es ist hier gerade in der früh empfindlich kalt und bis Mittag wird es trotz Sonne nur zögerlich wärmer. Wir haben kein Thermometer aber wir schätzen die Temperatur auf unter 15 Grad. Tansania liegt hier relativ hoch. Die Straße verläuft so auf ca. 1800 m Meereshöhe, Tunduma liegt auf 1700 m. Ein ganz klarer, blauer Himmel und besonders beim Fahren wirklich kühl.
An zig LKW die an der Grenze warten biegen wir nach Nordosten auf die T1 ab. Auch hier, natürlich, Asphalt, aber hier ist auch der ganze Schwerverkehr der weiter im Westen gefehlt hat. Die Straße ist voll und es haben sich unter den viel zu schweren LKWs riesige Spurrillen gebildet. Diese machen das Überholen der teilweise Schrittgeschwindigkeit fahrenden Laster nicht grad leichter. Die Strecke geht rauf und runter und ist für den Schwerverkehr ziemlich anspruchsvoll. Einen gerade abgestürzten Sattelzug sehen wir an einer Gefällestrecke rechts unterhalb der Straße.

Da nun heute wirklich alles Asphalt war und ist sind wir zu schnell. Unterwegs, kurz hinter dem Ort Mbozi ist eine Sehenswürdigkeit eingetragen. Der Mbosi Meteorit. Wir müssen den Abzweig etwas suchen und fragen und dann geht's gute 12 km über eine Dirt Road nach Süd-Osten. Irgendwann sind wir da. Naja, viel ist hier nicht los. Der Meteorit ist sicher was ganz besonderes. Er ist einer von nur acht in Tansania und der einzige...aus Eisen!

56 - Am Mbosi Meteorit

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Wir hatten einen Krater erwartet...den gibt es hier nicht. Der Meteorit ist vor so langer Zeit abgestürzt, dass die Erosion den Krater schon beseitigt hat. Deswegen ist dieser 3 m lange Klumpen Metall erst 1930 entdeckt worden.
Da liegt nun dieses ausserirdische Stück. Muss das einen Schlag getan haben als der in dieser Größe auf die Erde prallte.
Der Führer vor Ort beweist uns den Metallgehalt und hängt einen ehemaligen Lautsprecher samt Magnet an den Fels.
Wir fahren wieder zurück auf die Hauptstraße und nach Mbeya.


Die Stadt ist schon größer. Unser erstes Guesthouse, dass wir ansteuern ist leider "Fully Booked". Also ein paar Straßen weiter zum nächsten, dem Holiday Hotel. Die Zimmer sind günstig und sauber und wir werden gerne aufgenommen.
Wie spazieren noch etwas durch das angrenzende Viertel, auf der Suche nach einem angekündigten Einkaufszentrum, das scheint aber nicht zu existieren.
Dafür landen wir bei JS Restaurant in dem wir nach langem kein Ei und nichts frittiertes Essen: es gibt "the most international food"... Pizza!
Morgen verlassen wir Tansania nach Malawi. 
Tansania ist ein wunderschönes Land. Die Hoffnung auf Natur ist erfüllt worden. Durch die Höhe ist das Klima für uns überraschend, mild.
Die Wälder, die weiten Wiesen, die Berge und der Tanganyika See, ein Land in dem man wohl auch als Mitteleuropäer gut leben kann.
Alles wirkt etwas weniger entwickelt als in den direkten Ländern zuvor, wir sind aber auch im deutlich strukturschwächeren Osten nach Süden  gefahren. An der Küste mit der Metropole Daressalam schaut's sicher anders aus. Und wir erleben die Menschen uns gegenüber als nett, freundlich und aufgeschlossen, und das ist für uns ja das Wichtigste.


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