Durch den Katavi Nationalpark...und wieder Asphalt!

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Reisetag 55

Kilometer 10.548

Die 5000,- sind gestern noch voll geworden, es hat geklappt! Danke an den anonymen Spender!

Mit der ersten Morgensonne noch eine Runde durch Mpanda, um diese Zeit hat noch nichts offen, geschweige denn gäbe es irgendwo einen Kaffee.

Also raus aus der Stadt. Der indische Besitzer unseres Guest Houses meinte die Straße nach Sumbawanga sei asphaltiert. Wirklich? Auch, oder vielleicht weil es weiterhin die "T 9", Tansanias Hauptstraße im Westen ist, glauben wir's noch nicht ganz. Dann, 40 km bis Sitalike perfekte, breite Straße. Am Anfang der Reise hätten wir uns über den groben chinesischen Asphalt beklagt, aber jetzt...einfach mal im Morgenlicht ohne viel Konzentration gerade aus. Eine schöne Abwechslung!


In Sitalike beginnt der Katavi Nationalpark. Nationalparks und Safaris sind der Devisenbringer für Tansania. Dies merkt man an den astronomischen Summen für Eintritt, Befahren und Übernachten sehen, hier ist man schnell viele Hundert Dollar los.
Der hiesige Park ist eine schöne Ausnahme. Der Transit auf der T 9 ist gratis und er ist der einzige Park den man überhaupt mit einem Motorrad befahren darf.
Nun durchqueren wir ihn von Nord nach Süd. Aber, natürlich, die vielen Tiere warten nicht an der Hauptstraße und gestern im Wald und heute nach dem Park haben wir mehr Tiere gesehen als im Park.
Und, mit Parkbeginn ist auch wieder Schluss mit Asphalt. Hier ist etwas mehr Verkehr deswegen ist die Straße mehr verdichtet als die gestern und es geht besser zum fahren. So schaffen wir auch den ersten Tag wieder ohne Stürze!

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Südlich vom Nationalpark, in Kisi versuchen wir unser Frühstück, jetzt eigentlich Brunch nachzuholen. Es gibt aber nichts zu essen. Alex treibt drei luxuriöse, kalte Sprite auf und wir essen im Ort dazu Nüsse von gestern, ein geschaftstüchtiger Junge hatte Marc statt Rückgeld für seinen Geldschein zu besorgen mit gerösteten Erdnüssen für die nächsten Tage eingedeckt.
Uns fallen die vielen Kinder auf, es ist ein Vormittag an einem Wochentag. Müssten sie nicht in der Schule sein?

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Grundsätzlich gibt es in Tansania eine siebenjährige Grundschule für die es auch eine Schulpflicht gibt und die kostenlos besucht werden kann. Es gibt aber einen dramatischen Lehrermangel, Klassengrößen bis 70 Schüler sind normal. Da es zusätzlich noch ein starkes Stadt - Land - Gefälle gibt, gibt es Schulen auf dem Land ganz ohne Lehrer, und dann gehen die Schüler eben nicht in die Schule.
Nachdem die Eltern auch schon kaum in der Schule waren ist die Wichtigkeit des Schulbesuches nicht zu kommunizieren.

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In Kisi beginnt wieder Asphalt. Kein Wunder, dass die T 9 lange ein besserer Feldweg war. Die Straße ist leer. Es kommen uns eine  Handvoll Busse und LKWs entgegen, praktisch kein Privatwagen. Wir können uns das nur so erklären, dass die Dörfer  hier noch so autark wirtschaften und leben, dass es kaum einen Handel oder einen Warenbedarf gibt. Es kommen so schöne Orte wie "Kanazi" und wir sind fast zu schnell. Unser Tagesziel Sumbawanga erreichen wir schon gegen Mittag.
Da auf dem Weg nach Süden erstmal keine größeren Städte oder lohnenden Ziele mehr kommen macht es auch keinen Sinn weiter zu fahren. Also quartieren wir uns im guten "Holland Hotel" ein und entspannen.

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