Richtung Livingstone und Botswana

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Reisetag 68

Kilometer 13.595

Heute müssen wir ein paar Kilometer machen und nochmal an Lusaka vorbei.
Von Lusaka nach Lubumbashi nehmen wir die gleiche Straßen hin und zurück. Mit der nicht geplanten Ausnahme nach Assuan in Ägypten die einzige Strecke der ganzen Reise die wir zweimal fahren. Sind jetzt zwar 550 km einfach aber bei  insgesamt 17.000 km gar nicht so schlecht.
Von Ndola müssen wir erst nach Lusaka und verlassen dann die Stadt nach Süden. Gekommen sind wir vor sechs Tagen von Osten. Dann geht es Richtung Livingstone, der großen sambischen Stadt ganz im Südwesten. Dort erwarten uns die Viktoria Wasserfälle des Sambesi und den vierten und letzten SOS Kinderdorf Besuch.

Die Nacht im Rehma Guesthouse war für alle gut und erholsam.
Wir packen die Maschinen, frühstücken noch und dann auf die Straße!

Wir kommen super durch. Wie erwartet gibt es zwar viel Schwerverkehr aber es geht immer wieder gut zu überholen. Die Straße ist passabel und  wir kennen sie ja schon. Am Nordrand von Lusaka suchen wir uns was zu essen. Wir probieren die lokale Kopie des KFC, Hungry Lion aus und, die Kopie ist sehr gut gelungen, es schmeckt bescheiden. Als vegetarische Alternative gibt es Pommes und Salat.
Dafür hat die Mall einen italienischen Eisladen und...den ersten echten Espresso seit zwei Monaten.
Es geht halbwegs gut durch die Stadt. Ab jetzt sind wir auf neuer Strecke unterwegs. Wir kommen durch den kleinen Ort Kafue und überqueren den gleichnamigen, schönen Fluß.

68 - Der Kafue

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Es geht auf die T 1. Wir sind kurz vor unserem Ziel und sehr gut her gekommen. Wir haben über Booking zwischen Kafue und Mazabuka eine Lodge direkt an der Straße gebucht. Hier werden die Hotels wieder teuerer, es ist Safari Tourismus Gebiet. Dafür gibt es laut Buchung alles. Wifi, Fernsehen, Restaurant. Für Fussball und eine Nacht genau richtig.
Ein Schild direkt an der Straße. Perfekt. Aber was macht der Aufkleber "opening soon" auf dem Schild?
Unser Motel ist nigelnagelneu. Wir fahren einmal außen herum aber finden kein Tor durch den Zaun. Eine junge Frau kommt und hängt den Maschendrahtzaun an einer Stelle für uns aus. Wir sind die allerersten Gäste. Wir könnten uns jedes Zimmer aussuchen, sie müßten sie eh noch herrichten. Die Matratzen sind noch in Plastik originalverpackt. Wifi? Nein. Fernseher?  Nein. Restaurant um was zu Abend zu Essen? Nein. Dafür ist der Preis mehr als stolz und das Hotel ist mitten im Nichts.

Wir entscheiden uns weiter zu fahren. Es sind noch 50 km bis zur nächsten Stadt, nach Mazabuka. Und dann wird die Straße schlecht. Sehr schlecht. Mit den LKWs, Klein- und Überlandbussen fahren wir im wilden Zikzak um Schlaglöcher und durch Schlaglöcher. Wir fahren genau nach Westen, in den Sonnenuntergang und so geblendet ist es sehr mühsam die Löcher zu sehen. Wir ahnen schreckliches für die relativ lange Etappe morgen. Gut, dass wir heute ungewollt 50 km mehr gemacht haben.
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Am Ortsanfang steht das Mazabuka Motel. Vom Zustand erinnert es an eine geschlossene jugoslawische Ferienanlage aber das Personal ist nett, es gibt Betten, bald auch Wasser, eine Bar mit Fußball und es wird irgendein Essen für uns gemacht. Der Preis ist mit weniger als der Hälfte auch deutlich fairer.

Morgen nochmal Kilometer machen, dann erstmal Pause in Livingstone.
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