Am Atlantik - Svakopmund und Walfisbay

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Reisetag 79

Kilometer 16.010

Nun sind wir wirklich am Atlantik. Am 26. April waren wir zuletzt am Meer, in Ägypten in Soma Bay am Roten Meer. Seitdem haben wir auf knapp 14.000 km den Kontinent diagonal durchquert. Wir sind nun am westlichsten Punkt der Reise angekommen. Die Namib geht hier direkt ins Meer über. Sie ist eine der wenigen echten Küstenwüsten der Erde.

Kaltes, antarktisches Wasser kommt mit dem Benguelastrom von Süden. Das Wasser erzeugt so kalte Luft, dass diese nicht aufsteigt und das Wasser nicht abregnet sondern im Gegenteil, die Feuchtigkeit über dem Meer kondensiert. So gibt es hier ganz oft sehr dichten Nebel. Gestern bekamen wir einen Geschmack davon. Ein wichtiger Grund für die vielen Schiffsunglücke an der Küste. Es bleiben keine Wolken und damit kein Regen fürs Landesinnere.
Im übrigen auch kein maritimes Klima. Ein Tageszeitenklima mit Temperatursprüngen von 50 Grad tagsüber und unter Null Grad nachts sind üblich. Da wächst nicht viel...
Da die Küste schon auf dem ehemaligen Godwana Urkontinent existierte gilt die Namib als die älteste Wüste der Welt.
Direkt südlich von Swakopmund eine andere Welt. Sandwüste, Sandstürme und direkter Übergang Meer in die Dünen. Nach nur 30 km ist Walfis Bay erreicht. Mit 62.000 Einwohnern immerhin schon die drittgrößte Stadt Namibias und der einzige echte Hafen. Ein Ausflug Richtung "Zentrum" endet etwas frustran. Nur breite Einkaufsstraßen. Also weiter Richtung Wüste. Wir fahren zur Düne Nr. 7. Eine der Haupt-Touristen Attraktionen. Mit 130 m Höhe gehört sie zu den Dünen die den Titel größte Düne der Welt für sich beanspruchen.
Am Grat steigen wir nach oben. Eine wunderschöne aber leblose Landschaft eröffnet sich. Die Namib ist hier eine Bilderbuchwüste.

79 - Es bläst der Wind.

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Von der Düne kann man wunderschön ins Tal springen. Wären mal unsere Schotterreißen so angenehm...
Im Anschluss fahren wir zurück nach Walfis Bay und an den Hafen. Hier gehen wir in ein Fischlokal. Bei uns entleert sich überall Sand und die Kellnerin begrüßt uns mit der Feststellung, dass wir auf Düne 7 waren.
Begleitet wurden wir beim Essen von einem Pelikan. Wir rechnet eigentlich damit, dass er betteln würde aber er leistete uns nur Gesellschaft. Wir haben alle noch nie einen so großen Vogel direkt neben uns sitzen  gehabt.
Das Wetter ist heute viel besser. Der Nebel hat sich auch in Swakopmund gelichtet und die Sonne scheint. Dafür geht ein kräftiger anlandiger Wind der in der Wüste richtig Sand vor sich her trägt.
Die Stadt schaut auch viel

79 - Aufstieg

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netter aus, so mit Sonnenschein.
Im Hostel lernen wir Ruben kennen. Er war schon gestern da aber wir haben nicht bemerkt, dass er deutsch spricht. Er kommt aus Ostfriesland und begleitet im Rahmen seiner Soziologie Doktorarbeit Anti-Wilderer-Programme. Ein bisschen schließt sich so der Kreis zum KWS in Kenia.

Morgen geht es zurück nach Windhoek und dann streng nach Süden!

79 - Auf dem höchsten Punkt.

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